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Pflege- und VerlegetippsWissenswertes

Wie verlege ich meinen Fertigrasen?

Bodenvorbereitung

Der Boden ist wie bei einer üblichen Rasenansaat vorzubereiten. Den Boden vor dem Verlegen der Rasensoden umgraben und ggf. das Unkraut jäten. Feinplanieren der Fläche, z. B. mit einer Walze oder durch Festtreten. Prüfen Sie, ob die Fläche wirklich eben ist.

Düngen Sie die Fläche mit einem guten Rasendünger (25 g / qm). Anschließend harken Sie alles flach ein. Bevor der Rasen verlegt wird, sollte der Boden gut gewässert werden.

Verlegung

Beginnen Sie nach Möglichkeit an einer geraden Rasenkante, z. B. der Terrasse. Direkt daneben, gut anschließend folgt die nächste Bahn. Achten Sie beim Ausrollen des Rollrasens darauf, dass er möglichst dicht nebeneinanderliegt. Die Rasenbahnen werden wie Ziegel versetzt ausgelegt. Füllen Sie die Nähte zwischen den Soden mit Garten- oder Blumenerde.

Zum Ausgleichen kleiner Unebenheiten können Sie die Soden nach dem Verlegen mit einer Walze leicht anrollen. Nach dem Walzen ist die Rasenfläche gründlich und gleichmäßig zu bewässern. Dies auch bei Sonnenschein. Es sollten ca. 20 l / qm aufgetragen werden, bis der Boden durch und durch nass ist. Dann den Rasen nicht betreten, da der Unterboden nun sehr weich ist.

WICHTIG

Bei großer Hitze ist der Fertigrasen sofort zu verlegen und dabei sind auch bereits kleinere verlegte Teilstücke zu bewässern, da der Rasen sonst austrocknet! Weil der Rasen in den ersten Tagen noch keine Wurzeln zum Untergrund hat, muss die Rasensode in den ersten zwei Wochen feucht gehalten werden.

 

Pflegeanleitung

Mähen

Nach ca. 7 - 14 Tagen (je nach Witterung) sollten Sie den Rasen zum ersten Mal vorsichtig mähen. Die Ideallänge liegt bei ca. 4 - 6 cm. Achten Sie darauf, das pro Schnitt nicht mehr als 1/3 der Halmhöhe abgeschnitten wird. Sollte der Rasen dennoch zu hoch geworden sein, schneiden Sie ihn nicht direkt auf die Ideallänge herunter, sondern verteilen Sie diesen Vorgang auf mehrere Male in kurzen Abständen. 

Bei sehr heißem Wetter sollte der Rasen nicht zu kurz geschnitten werden. Sie vermeiden so unschöne braune Flecken bedingt durch die hohe Sonneneinstrahlung.

WICHTIG: Achten Sie darauf, dass die Messer Ihres Rasenmähers immer scharf sind!

Vertikutieren

Mit der Zeit verfilzt bzw. vermoost die Grasnarbe, die Wasser, Nährstoff und Sauerstoffzufuhr wird dadurch gehemmt und das Wachstum bzw. die Widerstandsfähigkeit des Rasens beeinträchtigt. Beim Vertikutieren wird der Rasenfilz mit Messern, die den Boden anritzen (Schnitttiefe ca. 3 - 5 mm), gelöst. Den gelösten Rasenfilz sollten Sie danach sorgfältig entfernen. Als Zeitpunkt für diese Maßnahme empfiehlt sich die Zeit bei geeigneter Witterung von Anfang April bis Ende August.

Frühes Vertikutieren (April) hat den Vorteil, dass sich der Rasen sehr schnell von diesem Eingriff erholt, da er zu diesem Zeitpunkt besonders schnell wächst. Im Anschluss sollte der Rasen ausreichend gedüngt werden. Falls eine Nachsaat erforderlich ist, kann diese direkt mit durchgeführt werden. Dazu empfiehlt es sich die Saat mit einem Gemisch aus Sand und Erde leicht abzudecken und feucht zu halten.

Tipps für die richtige Rasenpflege

Wässern

Rasen braucht Feuchtigkeit – gerade in den warmen, niederschlagsarmen Monaten. Vermeiden Sie es, den Rasen bei praller Sonne zu wässern. Stattdessen sollten Sie ihn während der Abendstunden beregnen. Grundsätzlich gilt es besser weniger und dafür intensiver, als häufiger und nur oberflächlich zu wässern. 

In der Regel reichen 1 - 2 Mal pro Woche bei jeweils ca. 15 - 20 l Wasser pro qm.

Düngen

Ein gesunder Rasen entwickelt sich im Laufe eines Jahres so stark das beim Mähen ca. 4 - 6 kg Rasenschnitt anfallen. Dies entzieht dem Boden permanent Nährstoffe, die ihm wieder zugeführt werden müssen. Wir empfehlen Ihnen einen hochwertigen Rasenlangzeitdünger. Normalerweise sind drei Düngergaben nötig. Die Düngezeitpunkte sind in der Regel: Mitte bis Ende April, Mitte bis Ende Juni und Mitte bis Ende August.

Der Rasen sollte bei der Düngung trocken sein, damit der Dünger nicht an den Halmen kleben bleibt und diese verbrennt. Um auf Nummer sicher zu gehen, wässern Sie den Rasen nach dem Düngen, so wird der Dünger auf jeden Fall von den Halmen gespült.

Häufige Fragen und Probleme

Trockenheit nach dem Verlegen

Wie bereits beschrieben, ist das regelmäßige Bewässern besonders wichtig. Bekommt der Rasen zu wenig Wasser, so vertrocknen zuerst die Randstellen der Rasenrollen und die Rasenbahnen ziehen sich zusammen. Dadurch entstehen Fugen zwischen den einzelnen Rollrasenbahnen.

Zeigt sich bei Ihrem Rasen ein solches Fugenmuster, so ist ihre tägliche Bewässerungsmenge zu gering und Sie müssen sofort bewässern. Erhöhen Sie die tägliche Wassermenge entsprechend.

Gelbe-braune Flecken / Streifen im Rasen

Rollrasen ist ein Lebendprodukt. Er ist nicht lagerfähig und muss daher direkt verlegt werden. Andernfalls können die Rollen heiß werden und es zeigen sich gelb-braune Flecken. In der Regel ist die Pflanze nicht vollständig beschädigt und der Rasen kann sich wieder erholen und von unten grün nachwachsen.

Zeigen sich bereits braune Streifen, welche die Rollen zum Teil oder vollständig betreffen, sollten diese ausgetauscht werden.

Der Rasen wird unten gelb

Wenn Ihr Rasen im unteren Bereich gelb wird, ist dies oftmals ein Zeichen für einen Nährstoffmangel. In diesen Fall sollten Sie den Rasen umgehend düngen. Weitere Ursachen der Gelbfärbung des Rasens können auch Trockenheitsstress (lang anhaltende Trockenheit bei kühlem Wetter) oder auch Staunässe sein.

Reagieren Sie bei diesen Problemen entsprechend mit sofortiger Bewässerung bzw. mit dem Aerifizieren des Bodens (erhöht die Wasserdurchlässigkeit).

Es finden sich Fremdgräser im Rasen

Trotz optimaler Pflege können mit der Zeit Fremdgräser im Rasen auftreten. Diese werden durch Vögel, Samenflug und Samengut im Boden verbreitet und lassen sich daher nicht vollständig verhindern.

Das isolierte Entfernen durch Pflanzenschutzmittel ist leider nicht möglich. Die einzige Möglichkeit ein Ausbreiten zu vermindern besteht darin, die Gräser direkt auszustechen.

Hutpilze

Pilzsporen befinden sich im Boden und in der Luft. Durch die anfängliche regelmäßige Bewässerung des neu verlegten Rasens wird das Pilzwachstum gefördert. Diese Hutpilze sind ungefährlich und verschwinden, sobald die Bewässerung auf ein normales Maß reduziert wird. Auch im Herbst, bei feuchter Witterung, können die schadlosen Pilze auftreten.

Bei Wetteränderung bilden sie sich zurück und bedürfen daher keiner Behandlung. Rollrasen hat eine besonders dichte Grasnarbe. Aus diesem Grund trocknet er im unteren Bereich langsamer ab und begünstigt dadurch Pilzwachstum. Eine mineralische Düngung mit Stickstoff und Schwefel reduziert diese Pilzbildung.

Hunde- und Katzenurin

Der Harnstoff im Hunde- und Katzenurin führt zum Verätzen des Rasens. Es entstehen braune runde Flecken, welche von tiefgrünem Rasen umrandet sind.

 

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