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Tennensportanlagen

Aufbau von Tennensportanlagen

Für den Bau eines Tennensportplatzes oder einer Tennenlaufbahn nach DIN 18035, Teil 5 wird Deckschichtmaterial aus gemahlenem Klinker, Haverrot o.ä. benötigt. Tennenflächen sind wasserdurchlässige, mehrschichtige Sportflächen aus mineralischen Komgemischen ohne zusätzliche Bindemittel.

Tennensportplätze

Aufbau:

Baugrund
Der Baugrund muss die Eigenschaften, Tragfähigkeit und Verformbarkeit gemäß DIN 18035, Teil 5, 3.1, aufweisen.
Bewässerungseinrichtung
Entsprechend DIN 18035, Teil 2, sind Beregnungsanlagen notwendig.
Entwässerungseinrichtung
Nach DIN 18035, Teil 3, sollten Entwässerungseinrichtungen eingebaut werden.
Erdplanum
Das Erdplanum ist mit einem Mindestgefälle von 0,8 % (Laufbahnen 1,0 %) herzustellen. Gefällerichtung nach DIN 18035, Teil 5. Abweichungen von der Nennhöhe höchstens +/- 30 mm. Es muss so eben sein, dass einwandfrei entwässert wird.
Filterschicht
Die Filterschicht ist - unter Beachtung der Filterregeln - nur bei bündigem Baugrund erforderlich. Kiessand 0/32 mm, Granulatschlacke oder gleichwertige Baustoffe (frostbeständig), Bestandteile d < 0,063 mm, höchstens 8 %, liefern und in einer Dicke von ca. 8 cm (verdichtet) einbauen und standfest verdichten. Gefälle, Ebenheit und Nennhöhe wie Pos. 4.
Tragschicht
Die Tragschicht ist in der Regel erforderlich. Sie kann entfallen, wenn Tragfähigkeit und Wasserdurchlässigkeit des Baugrundes der DIN 18035, Teil 5, Abschnitt 3.4.4 entsprechen. Schotter oder Lava 2/32 mm oder gleichwertige Baustoffe, Bestandteile d < 0,063 mm, höchstens 8 %, liefern und in einer Mindestdicke von 10 cm (verdichtet) einbauen und standfest verdichten. Gefälle wie Pos. 4, Nennhöhe +/- 15 mm, Ebenheit 20 mm/4-m-Latte.
Dynamische Schicht
Lava oder gemahlener Klinker 0/16 mit Prüfzeugnis nach DIN 18035, Teil 5, liefern und in einer Dicke von 6 cm (verdichtet) in feuchtem Zustand, Wassergehalt ca. 0,5 - 0,7 Wpr, einbauen und mit einer 1 bis 2-t-Walze statisch standfest verdichten. Gefälle wie Pos. 4, Nennhöhe +/- 5 mm, Ebenheit 10 mm/4-m-Latte.
Alternativ Dynamische Schicht
Auf den zweilagigen Einbau von Trag- und dynamischer Schicht kann verzichtet werden, wenn u. a. die Wasserdurchlässigkeit des Baugrundes 2,0 x 10 cm/s beträgt (DIN 18035, Teil 5, Abschnitt 3.4.4).

Lava 0/22 oder 0/16 mm mit Prüfzeugnis nach DIN 18035, Teil 5, liefern und in einer Dicke von 10 - 12 cm (verdichtet) in feuchtem Zustand, Wassergehalt ca. 0,5 - 0,7 Wpr, einbauen und mit einer 1 bis 2-t-Walze statisch standfest verdichten. Gefälle, Nennhöhe und Ebenheit wie Pos. 6.
Deckschicht
Gemahlener Klinker 0/3 mm mit Prüfzeugnis nach DIN 18035, Teil 5, und Gütesicherung RAL-GZ 515, liefern und in einer Mindestdicke von 4 cm (verdichtet) profilgerecht in erdfeuchtem Zustand aufbringen und mit einer 1 bis 2-t-Walze unter Wasserzugabe statisch verdichten. Gefälle und Nennhöhe wie Position 6, Ebenheit 5 mm/4-m-Latte.

Einbauempfehlung:

Dynamische Schicht
Haver Rot oder Lava 0/16 auf die Tragschicht mit Gräder oder Fertiger in feuchtem Zustand gleichmäßig aufbringen, profilieren und ggf. unter Wasserzugabe mit einer 1 bis 2-t-Walze statisch verdichten. Es darf keine Kornzertrümmerung stattfinden.
Tennendeckschicht
Gemahlener Klinker 0/3 mm auf die vorbereitete Dynamische Schicht mit Gräder oder Fertiger in feuchtem Zustand gleichmäßig aufbringen, profilieren und ggf. unter Wasserzugabe mit einer 1 bis 2-t-Walze statisch verdichten. Je nach Witterung ist zu wässern. Danach ist die Deckschicht mehrmals zu egalisieren und kreuzweise zu walzen, bis eine Festigkeit zur eingeschränkten Benutzung vorhanden ist.
Eingeschränkte Benutzungsphase
In den ersten 4 - 6 Wochen nach der Fertigstellung ist die neue gemahlene Klinker-Deckschicht nachzubehandeln. Je nach Witterung ist die Fläche zu wässern, kreuzweise mit einer ca. 1-t-Walze zu walzen und abzuschleifen bzw. abzuziehen (siehe Pflegeanleitung 2.0). Wenn sich die Decke durch Schuhdruck kaum mehr eindrücken lässt, ist weiteres Walzen nicht mehr erforderlich. Der Belag muss vorsichtig eingespielt bzw. belaufen werden. Es sind nur Turnschuhe ohne Stollen oder Spikes zu verwenden. Durch dieses Einspielen wird neben dem Walz- und Schleppvorgang eine weitere Verfestigung erreicht. Unebenheiten sind vor dem Walzen bzw. Schleppen zu beseitigen, entstandene Löcher mit Reserveneumaterial aufzufüllen.

Einweihungswettkämpfe sollten nur bedingt durchgeführt werden. Evtl. muss zwischen den Spielen bzw. Wettkämpfen geschleppt oder gewalzt werden. Durchtritte sind möglichst zu vermeiden oder mit Reserveneumaterial sofort wieder zu schließen (siehe Pflegeanleitung 3.1).
Inbetriebnahme
Hat sich die Decke durch diese Pflege und Benutzung ausreichend verfestigt, kann mit dem regulären Sportbetrieb begonnen werden. Tennendecken sollten nur in ausreichend feuchtem Zustand benutzt werden. Wenn möglich, ist der Deckenzustand täglich zu kontrollieren.

Die uneingeschränkte Benutzung wird lediglich während des Frostaufganges und bei extremen Witterungsverhältnissen unterbrochen. Auftauende Tennendecken dürfen nicht bespielt werden.
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